Der Nutzfahrzeug- und Maschinenbauer MAN hat im Schlussquartal 2007 dank des Booms am Lkw-Markt stärker als erwartet zugelegt. Die eigenen Jahresziele wurden deutlich übertroffen. Erstmals lieferte MAN mehr als 100.000 Nutzfahrzeuge aus, ein Plus von 15 Prozent: 93.260 Lastwagen und 7349 Busse.

Im Vergleich zu 2006 sei der Umsatz im Gesamtjahr um 19 Prozent auf 15,5 Mrd. Euro gestiegen, meldete das Unternehmen. Bei der Umsatzrendite übertraf MAN mit 11,2 Prozent ebenfalls die angepeilten 10,7 Prozent deutlich. Insgesamt stieg der operative Gewinn um 57 Prozent auf einen neuen Rekordwert von 1,730 Mrd. Euro. Der Auftragseingang legte um 17 Prozent auf 19,4 Mrd. Euro zu. Unter dem Strich blieb ein Jahresüberschuss von 1,225 Mrd. Euro nach 925 Mio. im Vorjahr. Im laufenden Jahr will MAN bei Umsatz und operativem Gewinn weiter zulegen. Der Umsatz soll um fünf Prozent steigen.

Das kriselnde Busgeschäft schrieb allerdings rote Zahlen. Die Sparte verbuchte einen operativen Verlust von 13 Mio. Euro, nach einem Gewinn von 38 Mio. Euro im Jahr zuvor. Eigentlich sollte das in der Sanierung befindliche Geschäftsfeld im vierten Quartal die Wende schaffen. MAN verlagert die Produktion von Stadtbussen derzeit von Deutschland ins kostengünstigere Polen.

Reuters/dpa/ras