Zuwanderungsdebatte

CSU-Politiker fordert Begrüßungsgeld für Babys

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CSU-Politiker Singhammer hat ein Begrüßungsgeld für Neugeborene vorgeschlagen. Der Geburtenrückgang sei schuld am Fachkräftemangel.

Der familienpolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Johannes Singhammer (CSU), hat für ein Begrüßungsgeld für neugeborene Kinder statt für ausländische Arbeitskräfte plädiert. Der Mangel an Fachkräften sei ein Vorbote der Konsequenzen des dramatischen Geburtenrückgangs in Deutschland, sagte der Fraktions-Vize.

Daher müsse die Politik dem „dynamischen Aussterben der Deutschen“ mit einer Offensive für mehr Kinder entgegensteuern. Anwerbeprogramme hingegen hätten sich schon in den 70er Jahren als äußerst kurzsichtige Maßnahmen erwiesen. Nur mehr Kinder in Deutschland könnten die Zukunftsprobleme, darunter die Arbeitsmarktprobleme, wirklich lösen, so Singhammer.

Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) hatte sich zuletzt für die Anwerbung ausländischer Fachkräfte stark gemacht. Er brachte unter anderem ein Begrüßungsgeld für Gastarbeiter ins Gespräch. „Es ist denkbar, dass einige Unternehmen, die es sich leisten können und dringenden Bedarf haben, ausländischen Facharbeitern eine Lockprämie zahlen“, sagte Brüderle.

Aus Politik und Wirtschaft kam deutliche Kritik an Brüderles Vorstoß. Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht derzeit keinen Bedarf, die Regelungen für den Zuzug ausländischer Fachkräfte zu verändern.