Ein Streik der Fluglotsen am Stuttgarter Flughafen hat am Montag zu Behinderungen und Flugausfällen geführt. Ein Flughafensprecher sagte, es seien schon einige Stornierungen zu verzeichnen. Genaue Zahlen wollte er nicht nennen.
Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) hatte ihre Mitglieder im Tower zu einem befristeten Ausstand für die Zeit zwischen 6.00 und 22.00 Uhr aufgerufen. Vor den Ticketschaltern des Flughafens bildeten sich lange Schlangen. Die Gewerkschaft der Flugsicherung lasse bis 10.30 Uhr die Abwicklung von elf Maschinen pro Stunde zu, teilten der Flughafen und die Deutsche Flugsicherung (DFS) mit.
Anschließend sollen es 36 Maschinen sein. Normalerweise wickelt das Flughafenpersonal bis zu 44 Flüge pro Stunde ab. Mindestens 25 Prozent des regulären Flugverkehrs müssten aufgrund einer Notdienstvereinbarung aber abgewickelt werden. Insgesamt waren am Montag ursprünglich 373 Starts und Landungen in Stuttgart geplant.
Nach Angaben eines Sprechers der Deutschen Flugsicherung (DFS) seien etwa drei Viertel der Flüge betroffen. Welche Fluggesellschaften ihre Maschinen auf benachbarte Flughäfen umleiten, stand zunächst nicht fest.
Laut Gewerkschaft handelt es sich bei dem Fluglotsen-Streik um eine Solidaritätsaktion für Mitarbeiter der Verkehrszentrale, die sich im Tarifstreit mit der Flughafen Stuttgart GmbH befinden. Die Schuld an dem Arbeitskampf wies die GdF dem Arbeitgeber zu: Mit seiner Verweigerungshaltung trage er die Verantwortung für die erneute Eskalation.
Für diese Woche kündigte die GdF weitere Unterstützungsstreiks von Fluglotsen an, über die sie kurzfristig informieren werde. Die Deutsche Flugsicherung kritisierte den Streik als unverhältnismäßig.
AP/dpa/dma





