Bankenkrise

US-Bank Wells Fargo streicht 3800 Stellen

Die amerikanische Bank Wells Fargo schließt den Geschäftsbereich Konsumenten- und Hypothekenkredite. Tausende Mitarbeiter bleiben auf der Strecke.

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Die viertgrößte US-Bank Wells Fargo räumt in ihrem Privatkundengeschäft auf. Die Konzernführung schließt die komplette Konsumentenkredit- und Hypothekentochter Wells Fargo Financial. 3800 Mitarbeiter bleiben dabei auf der Strecke.

„Wir wissen, dass diese Entscheidung sehr schwierig für die betroffenen Mitglieder des Teams ist“, sagte Spartenchef David Kvamme in Des Moines (US-Bundesstaat Iowa). Es habe aber keine Alternative gegeben. Die Sparte hätte im ersten Quartal lediglich zwei Prozent der Immobilienkredite der gesamten Bank an Land gezogen.

Das Institut will seine Kredite künftig ausschließlich über die regulären Niederlassungen sowie über spezielle Hypotheken-Geschäftsstellen vertreiben. Mit 8800 Standorten unterhält Wells Fargo weiterhin eines der größten Filialnetze des Landes. Die Bank hatte in den Wirren der Finanzkrise vor zwei Jahren den Rivalen Wachovia geschluckt.


Wells Fargo Financial hat aktuell 638 Filialen. Der Großteil der dort insgesamt beschäftigten 14.000 Mitarbeiter soll anderswo im Konzern unterkommen. Wells Fargo Financial hatte seine Kredite vor allem an Schuldner mit schlechter Bonität verkauft. Diese Klientel will die Bank gar nicht mehr bedienen. Der Umbau kostet 185 Millionen Dollar (146 Millionen Euro).