Die Hersteller erhalten Kredite in Höhe von je drei Mrd. Euro zu einem günstigen Zinssatz von sechs bis sieben Prozent statt der üblichen elf bis zwölf Prozent. Die Zulieferer erhielten Kredite von insgesamt 1,8 Mrd. Euro.

Im Gegenzug verpflichte Staatspräsident Nicolas Sarkozy die Autobauer, während der fünfjährigen Laufzeit der Kredite keine Fabriken in Frankreich zu schließen, ihren Managern keine Boni zu zahlen und Investitionen Vorrang vor Dividenden zu gewähren. Entgegen ersten Äußerungen, die europaweit für Empörung gesorgt hatten, verzichtete Sarkozy jedoch auf die Forderung, nach Osteuropa verlagerte Standorte nach Frankreich zurückzuholen. Renault kündigte dennoch Ende März an, einen Teil seiner Clio-Produktion aus Slowenien nach Frankreich zu verlagern. Offiziell soll das französische Hilfsprogramm vor allem dazu dienen, die Entwicklung umweltfreundlicher Autos zu finanzieren. Renault und PSA erhalten außerdem neben den bereits bewilligten 300 Mio. Euro je 100 Mio. Euro für den Aufbau größerer Zulieferer nach dem Vorbild Deutschlands.

Frankreich hatte seine Automobilbranche bereits im Dezember 2008 mit einer Abwrackprämie von 1000 Euro unterstützt und zudem zu Beginn letzten Jahres eine Bonus-Malus-Regelung eingeführt, die zum Kauf umweltfreundlicher Kleinwagen anregen soll. Beide Maßnahmen konnten jedoch den Absatzeinbruch von Renault und PSA nicht verhindern.