Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Weltwirtschaftsorganisationen warnen eindringlich vor weltweitem Protektionismus. Die Länder stünden in der Pflicht, entsprechenden Tendenzen der Abschottung ihrer Wirtschaft zu widerstehen, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung Merkels und der Chefs der Welthandelsorganisation (WTO), des Internationalen Währungsfonds (IWF), der OECD sowie der Weltbank.
Die Länder stünden auch in der Pflicht, sich für eine spürbare weitere Öffnung des Welthandels einzusetzen. So müssten die Länder sicherstellen, dass ihre Konjunkturpakete nicht den Handel störten.
Die internationalen Organisationen kündigten an, ihre Zusammenarbeit zur Unterstützung einer stärkeren, saubereren und faireren Wirtschaft zu verstärken. Ein Ordnungsrahmen müsse Marktexzesse verhindern und künftigen Krisen vorbeugen. „Wir haben uns gemeinsam dafür ausgesprochen, eine Charta für ein nachhaltiges Wirtschaften zu entwickeln“, sagte Merkel.
Merkel hatte sich bereits in der vergangenen Woche auf dem Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos für eine "Charta des nachhaltigen Wirtschaftens“ auf internationaler Ebene ausgesprochen. Bereits im November hatten die G20-Gruppe der Industriestaaten und wichtigsten Schwellenländer in Washington über internationale Regeln für die Finanzmärkte beraten. Das Folgetreffen findet am 2. April in London statt.
Zur Vorbereitung hat Merkel die europäischen Mitglieder der G20-Gruppe für den 22. Februar nach Berlin eingeladen.
Reuters/ddp/ras





