Autobauer und Autohändler rechnen nach Verlusten in diesem Jahr auch für 2009 mit einem schlechten Verkaufsjahr. Die im kommenden Jahr zu erwartende Zahl der Neuzulassungen liege bei „höchstens 3,1 Millionen“, sagte der Chef von Ford Deutschland, Bernhard Mattes, zu Morgenpost Online. Der deutsche Markt steuere 2009 auf ein weiteres schwaches Jahr zu.

Bei einer Fortdauer der Absatzflaute könne Ford weitere Produktions- und Personalmaßnahmen nicht ausschließen. So habe das Unternehmen in Saarlouis 200 Zeitarbeitsverträge nicht mehr verlängert und die Zahl der Leiharbeiter in Köln um 300 Beschäftigte reduziert. Insgesamt senke Ford die Produktion in diesem Jahr um knapp vier Prozent.

Laut Verbandsangaben rechnen zwei von drei deutschen Autohändlern für 2008 mit Verlusten. „Es gibt keinen, der im Neuwagengeschäft derzeit Geld verdient“, sagte Robert Rademacher, Präsident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) dem Magazin „Auto Motor Sport“.

Für das kommende Jahr erwartet der Verband sogar einen Rückgang der Neuzulassungen um zehn Prozent auf 2,8 Millionen Fahrzeuge. Das wäre der niedrigste Wert seit der deutschen Wiedervereinigung, hieß es. 1989 seien allein in Westdeutschland mehr als 2,8 Millionen Neuzulassungen registriert worden.

Nach Recherchen des Magazins können sich Autokäufer dagegen über steigende Rabatte freuen. So würden von zahlreichen Marken Vorführwagen mit wenigen Kilometern Laufleistung mit Nachlässen von bis zu 40 Prozent angeboten. Auf nicht zugelassene Auslaufmodelle seien Abschläge von bis zu 35 Prozent möglich.

dpa/oht