Europas Vorstände haben im nun zu Ende gehenden Jahr mit meldungspflichtigen Insidergeschäften gut abgeschnitten. Nach Angaben der Deutschen Börse und dem Research-Haus 2iQ haben die Top-Manager im ersten Quartal, als die Kurse auf breiter Front kräftig nachgaben, mehr Aktien von ihren Unternehmen gekauft als verkauft.
Im vierten Quartal sei das Verkaufsvolumen weiterhin sehr niedrig. Das Ausbleiben der sonst üblichen Dezemberverkäufe wertet 2iQ Geschäftsführer Patrick Hable als positives Signal. „Die Insider halten auch mit Blick auf 2010 an ihrer optimistischen Meinung fest.“
Als erfolgreichsten Manager bei den Insidergeschäften in Deutschland darf sich in diesem Jahr der Vorstandschef der im TecDax gelisteten Dialog Semiconductor, Jalal Bagherli, nennen. Seit dem Kauf von Aktien seines Unternehmens im Wert von 64.500 Euro im Mai ging es mit dem Kurs um 357 Prozent nach oben.
Auf Platz zwei folgt Lutz Ristow von TAG Tegernsee mit einem Plus von 321 Prozent. Werner Lanthaler, Vorstandschef von Evotec, kam laut Auswertung auf einen Wertzuwachs von stattlichen 247 Prozent.
Am wenigsten Erfolg aller mit Insiderwissen ausgestatteten Führungskräfte hatte den Erhebungen zufolge der Chef der Olympia Flexgroup, Marcel Slaghekke. Das Einstandsvolumen in Höhe von 55.000 Euro schrumpfte um 57 Prozent. Sky-Deutschland-Chef Mark Williams, der seinen Posten im Frühjahr räumen wird, büßte mehr als 30 Prozent ein.
Vorstandschefs von Dax-Unternehmen haben es weder unter die zehn größten Gewinner noch die zehn größten Verlierer gebracht. Die „European Directors' Dealings“-Informationen werden von einigen Anlegern als Handelssignale genutzt.
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