Der irische Billigflieger Ryanair hat sich trotz eines Verlusts im dritten Quartal optimistisch für die Zukunft gezeigt. Ryanair erwarte sowohl für das noch laufende Geschäftsjahr 2008/2009 als auch für 2009/2010 einen Gewinn, teilte das Unternehmen am Montag mit. „Der Rückgang von 38 Prozent bei den Ölpreisen dank unserer Treibstoffabsicherung stellt sicher, dass Ryanair nächstes Jahr wieder substanzielle Gewinne schreibt, während viele Mitbewerber Verluste schreiben werden“, erklärte die Fluggesellschaft.
„Je länger und tiefer die Rezession ist, desto besser wird die Lage für Billiganbieter aller Branchen“, sagte Firmenchef Michael O'Leary voraus. Das Unternehmen erwarte ein Wachstum der Verkehrszahlen und des Gewinns im kommenden Geschäftsjahr, weil Reisende in der Krisenzeit verstärkt auf den Preis achten würden.
Im dritten Quartal bis Ende Dezember erlitt Europas größter Billigflieger einen bereinigten Verlust von 101,5 Millionen Euro und lag damit leicht über den Erwartungen der Analysten, die im Schnitt von einem Minus von 106,8 Millionen Euro ausgegangen waren. Im Vorjahreszeitraum hatte Ryanair noch einen Gewinn von 35 Millionen Euro verbucht.
Die roten Zahlen im dritten Quartal führte O'Leary auf den bis Sommer 2008 dramatisch gestiegenen Ölpreis zurück. In den kommenden Monaten wird Ryanair den Angaben zufolge von dem deutlichen Rückgang des Ölpreises auf etwa 40 Dollar je Barrel profitieren. Laut O'Leary wird Ryanair wahrscheinlich rund 500 Millionen Pfund bei seiner jährlichen Kerosinrechnung einsparen, sofern der Ölpreis nicht wieder deutlich zulegt.
AP/dma





