Der hessische Verwaltungsgerichtshof hat sämtliche noch anhängige Eilanträge gegen die Erweiterung des Frankfurter Flughafens abgelehnt. Die Beschlüsse seien unanfechtbar, teilte das Gericht mit.
Dem Bau der neuen Landebahn stehe damit nichts mehr entgegen, hieß es. Das Gericht habe auch keine durchgreifenden Bedenken gegen das geplante Lärmschutzkonzept. Das Eilrechtsschutzbegehren der Naturschutzorganisation BUND war bereits mit Beschluss vom 2. Januar abgelehnt worden.
Das Hessische Wirtschaftsministerium hatte den Plan für den Ausbau des Airports im Dezember 2007 festgestellt. Geplant ist eine neue Landebahn nordwestlich des Flughafens. Außerdem soll ein drittes Terminal gebaut und das Fracht- und Wartungszentrum im Süden des Flughafens erweitert werden. Dazu müssen größere Waldflächen gerodet werden, die an den Flughafen angrenzen.
Allerdings hat der Verwaltungsgerichtshof Kassel Zweifel an der geplanten Nachtflugregelung am Frankfurter Flughafen. Die Regelung, die bis zu 150 planmäßige Flugbewegungen in der Nacht zulasse, entspreche nach derzeitiger Einschätzung nicht dem gesetzlich gebotenen Schutz der Nachtruhe. Derartige Planungsmängel könnten aber noch ausgeräumt werden und stünden dem Baubeginn nicht entgegen.
Zuvor hatte die Betreibergesellschaft einen starken Rückgang der Passagierzahlen in Frankfurt vermeldet. Die Betreibergesellschaft Fraport teilte mit, dass die die Zahl der Passagiere im Dezember um 5,3 Prozent auf 3,76 Millionen zurückgegangen sind. Im November hatte der Rückgang sogar bei 7 Prozent gelegen. Das Frachtaufkommen einschließlich Luftpost brach im Dezember um 25,2 Prozent auf 142.546 Tonnen ein. Die Zahl der Flugbewegungen sank um 5,2 Prozent auf 36.255 Starts und Landungen.
Im Gesamtjahr verzeichnete der Frankfurter Flughafen einen Rückgang der Passagierzahlen um 1,3 Prozent auf knapp 53,5 Millionen, nachdem im ersten Halbjahr noch Zuwächse zu verzeichnen waren. Auch der Frachtverkehr war rückläufig. 2008 wurden 2,1 Millionen Tonnen Luftfracht und Post über Frankfurt transportiert, das war ein Minus von 2,7 Prozent. Die Zahl der Flugbewegungen sank um 1,4 Prozent auf 485.783 Starts und Landungen.





