Die weltweite Wirtschaftskrise trifft die deutsche Industrie immer härter. Im Dezember brach der Auftragseingang im Vergleich zum Vormonat um 6,9 Prozent ein. Das teilte das Bundeswirtschaftsministerium nach vorläufigen Zahlen mit. Ohne besonders viele Großaufträge wäre der Einbruch noch heftiger ausgefallen. Die Auslandsnachfrage schrumpfte um 9,4 Prozent, im Inland um 4,3 Prozent.
Volkswirte hatten nach dem Einbruch im Vormonat mit einem deutlich geringeren Rückgang um 2,3 Prozent gerechnet. Im Vormonat waren die Auftragseingänge um 5,3 Prozent zurückgegangen, nachdem in der Erstschätzung ein Minus von 6,0 Prozent ermittelt worden war.
„Der Rückgang der Bestelltätigkeit setzt sich in unvermindertem Tempo fort“, kommentierte das Wirtschaftsministerium die Daten. Die Aussichten für die Industrieproduktion blieben vor diesem Hintergrund für die kommenden Monate „äußerst gedrückt“.
Die Auslandsnachfrage ging mit minus 9,4 Prozent stärker als die Inlandsnachfrage zurück, die um 4,3 Prozent sank. Besonders stark gingen die Aufträge aus der Eurozone (-15,2 Prozent) zurück, während sie aus der Nicht-Eurozone um 5,1 Prozent sanken. Bei den Investitionsgüterproduzenten fiel der Rückgang mit 9,1 Prozent besonders deutlich aus. Bei den Vorleistungsgüterproduzenten habe sich das Auftragsvolumen um 5,0 Prozent und bei den Konsumgüterproduzenten um 3,1 Prozent reduziert.
Im Zweimonatsvergleich (November/Dezember gegenüber September/Oktober) ging die Nachfrage nach industriellen Erzeugnissen preis- und saisonbereinigt um 11,6 Prozent zurück. Im gesamten vierten Quartal lag das Auftragsvolumen um 15,7 Prozent unter dem des dritten Quartals. Im Vergleich zum Vorjahr fielen die Auftragseingänge im Zweimonatsvergleich (November/Dezember) um 25,9 Prozent. Die Auslandsaufträge lagen um 29,6 Prozent und die Inlandsaufträge um 21,9 Prozent unter dem Vorjahresniveau.
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dpa/ddp/PHJ


