Ein Konkursgericht in New York hat dem Verkauf der Vermögensverwaltungsparte Neuberger Berman der insolventen US-Investmentbank Lehman Brothers zugestimmt. Wie die Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Angaben einer Anwältin der Bank berichtete, bringt der Verkauf an eine Gruppe von Managern und anderen Angestellten des Firmenteils der Lehman-Konkursmasse 922 Millionen Dollar (659 Mio. Euro) in Aktien am neuen Unternehmen. Es sei geplant, die Anteile an die Gläubiger der einst viertgrößten US-Investmentbank weiterzureichen. Lehman Brothers hatte im September Insolvenz angemeldet.
Die Neuberger-Mitarbeiter hatten mit ihrem Gebot eine Übernahme ihrer Sparte durch die privaten Beteiligungsgesellschaften Bain Capital und Hellman & Friedman verhindert. „Die heutige Entscheidung beendet eine Phase der Unsicherheit“, teilte Neuberger-Sprecher Randall Whitestone in einer Erklärung mit.
Die Transaktion soll laut Bloomberg im ersten Quartal des kommenden Jahres abgeschlossen werden. Durch den Verkauf erhalte Lehman Brothers 813 Millionen Dollar an dividendenpflichtigen Vorzugsaktien sowie Stammaktien, die zusammen 49 Prozent des neuen Unternehmens ausmachen. Die restlichen 51 Prozent erhalten die Neuberger-Mitarbeitern.
dpa/PHJ




