Der deutschen Industrie brechen die Umsätze in Rekordgeschwindigkeit weg. Im November sanken die Erlöse des Verarbeitenden Gewerbes um 4,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Einen stärkeren preis-, saison- und kalenderbereinigten Rückgang hat es seit der Wiedervereinigung noch nicht gegeben.
Auch im Vergleich zum November 2007 nahmen die Unternehmen deutlich weniger ein: Hier gab es mit einem preisbereinigten Minus von 6,4 Prozent den stärksten Einbruch seit mehr als 15 Jahren. Der Auslandsumsatz sank um 8,2 Prozent, während das Deutschland-Geschäft um 5,1 Prozent schrumpfte. Besonders die Fahrzeugbranche und die Chemieindustrie litten unter der Wirtschaftskrise. Beide Industriezweige nahmen jeweils 14,8 Prozent weniger ein als im Vorjahresmonat. Die Maschinenbauer schafften dagegen ein Umsatzplus von 0,5 Prozent.
Von Januar bis November kam das Verarbeitende Gewerbe auf ein Umsatzplus von 1,0 Prozent. Inlands- und Exportgeschäft entwickelten sich dabei nahezu gleich stark.
Reuters/PHJ




