Mit seinem Wirtschaftswachstum hat Kolumbien mit seinen 42 Millionen Einwohnern zuletzt deutlich über dem Durchschnitt der übrigen Länder Lateinamerikas gelegen (4,6 Prozent). Das drittgrößte Land des Subkontinents verfügt über eigene Erdöl- und Erdgasvorkommen und ist auf den Weltmärkten mit seinen Smaragden, Kaffee und landwirtschaftlichen Produkten wie Schnittblumen vertreten.
Im Jahr 2006 konnte das Land einen Handelsbilanzüberschuss erzielen. Auch als Investitionsstandort für ausländische Konzerne ist Kolumbien jetzt interessanter geworden. So haben auch deutsche Konzerne wie Siemens, Beiersdorf oder Henkel ihre Produktionskapazitäten erweitert.
Trotz des Wirtschaftswachstums lebt die Hälfte der Bevölkerung des Landes unterhalb der Armutsgrenze. Der Kampf gegen den illegalen Coca-Anbau geht weiter. Nach wie vor ist Kolumbien mit geschätzten 600 bis 800 Tonnen im Jahr der größte Kokainproduzent der Welt.
Der Tourismus Kolumbiens erholt sich
Die Belebung des Tourismus ist eines der Hauptanliegen der Regierung von Alvaro Uribe. Allmählich kommen die ausländischen Besucher, die Kolumbien wegen seines schlechten Rufes als gefährliches Land jahrelang gemieden hatten, zurück. Denn der Präsident, seit 2002 an der Macht, hat die Sicherheit in den Städten durch den massiven Einsatz von Polizei und Militär verstärkt.
Eine Million Touristen kamen 2006 in das Andenland, 1,3 Millionen sollen es dieses Jahr werden, schließlich hat das Land mit seinen Palmenstränden an der Karibik, seinen lebhaften Kolonialstädten, den schneebedeckten Gipfeln der Anden und dem Dschungelgebiet am Amazonas landschaftlich wie kulturell gute Voraussetzungen für florierenden Tourismus.
Viele Länder rieten ihren Bürgern von Aufenthalten in Kolumbien ab, bis vor kurzem gab es auch eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts in Berlin. Uribe hat es jedoch geschafft, dass die diesjährige Generalversammlung der Welttourismusorganisation (UNWTO) Ende November in der Weltkulturerbe-Stadt Cartagena de Indias abgehalten wurde.
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