Beim Autobauer Daimler ist im Oktober der Pkw- Absatz drastisch eingebrochen. Wie das Unternehmen in Stuttgart mitteilte, wurden 93.800 Fahrzeuge der Marken Mercedes- Benz, Smart und Maybach ausgeliefert und damit 18,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Alleine bei der Kernmarke Mercedes-Benz gab es einen Rückgang um über 20 Prozent auf 82.500 Wagen. Vor allem in den USA und Westeuropa war der Absatz nach Angaben des Autobauers massiv eingebrochen. Der Kleinwagen smart legte dagegen um 6,5 Prozent auf 11.300 Fahrzeuge.


Bei BMW ging der Verkauf der Marken BMW, Mini und Rolly-Royce im Vergleich zum Vorjahresmonat um 8,3 Prozent auf 113 005 Fahrzeuge zurück, wie der Dax-Konzern mitteilte. Den stärksten Rückgang verzeichnete die Kernmarke BMW mit einem Minus von 9,2 Prozent auf 95.502 Wagen.


Auch beim Mini reduzierten sich die Verkäufe. Nachdem das Mini Cabrio nicht mehr produziert werde und das Nachfolgemodell erst im ersten Halbjahr 2009 auf den Markt komme, sank im Oktober der Absatz des Kleinwagens um 3,4 Prozent auf 17.385 Fahrzeuge.


„In den meisten westeuropäischen Märkten, Japan und in den USA verzeichneten wir auch im Oktober gegenüber dem Vorjahresmonat Einbußen“, erklärte Vertriebsvorstand Ian Robertson. Die Absatzzuwächse in den Wachstumsmärkten hätten das nicht kompensieren können. In Japan gingen die Verkäufe von BMWs beispielsweise um mehr als 30 Prozent zurück.


In den ersten zehn Monaten des Jahres verkaufte BMW nach eigenen Angaben insgesamt rund 1,23 Millionen Autos und damit 0,7 Prozent mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres.


Der Münchener Automobilkonzern hatte Anfang der Woche eingeräumt, dass das ursprüngliche Ziel, im laufenden Jahr mit mehr als 1,5 Millionen Fahrzeugen den Absatz des Vorjahres zu übertreffen, nicht mehr erreichbar ist. Um nicht auf Halde zu produzieren, will der Konzern die Produktion um mindestens 65.000 Fahrzeuge gegenüber den ursprünglichen Planungen kürzen und dazu die Weihnachtsferien verlängern und Schichten reduzieren.

ddp/dpa/lk