Es ist eine kleine kryptische Meldung auf der Homepage von Ryanair : „Systembuchungszentrale aus“ steht dort in kleinen Buchstaben. Vom 22. Februar (22 Uhr) bis zum 25. Februar (23 Uhr) können Kunden keine Tickets per Internet buchen. Normalerweise verkauft das Unternehmen 90 Prozent seiner Tickets über das Web. Ein Online-Check-In ist in diesem Zeitraum ebenfalls nicht möglich, sondern muss am Flughafen erledigt werden.
Das Unternehmen begründet den Ausfall mit der Überarbeitung des Buchungssystems. Hintergrund dürfte ein Eingreifen der britischen Wettbewerbsbehörde „Office of Fair Trading“ (OFT) sein. Sie fordert von Ryanair mehr Transparenz bei der Preisgestaltung. Die Airline war in den vergangenen Jahren heftig dafür kritisiert worden, dass sie den tatsächlichen Preis inklusive Steuern und Flughafengebühren erst sehr spät bei der Buchung angibt und mit falschen Preisen wirbt.
„Wir sind sehr enttäuscht darüber, dass Ryanair diese Änderungen nicht schon zum 31. Januar vollzogen hat“, schreiben die Wettbewerbshüter in einer Stellungnahme. Laut OFT hatte Ryanair dies zugesagt. Der Fernsehsender CNN zitiert einen Ryanair-Sprecher mit den Worten, dass man „die Auflagen bereits erfüllt“ habe. Es handele sich um ein bloßes System-Update.
Beobachter glauben, dass der Buchungsausfall das Unternehmen teuer zu stehen kommt. In englischen Medien ist die Rede von bis zu 27 Millionen Euro Umsatzausfall. Das bestreitet Ryanair jedoch. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben für den Zeitraum viele Vorbuchungen erhalten – die Flüge sollen planmäßig stattfinden.
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