Der Benzinpreis ist auf den niedrigsten Stand seit 31 Monaten gefallen: Ein Liter Superbenzin kostete am Montag im Bundesdurchschnitt 1,26 Euro, wie der Mineralölkonzern Aral mitteilte. Das sei der niedrigste Preis seit dem 11. März 2006. Seit vergangener Woche ist Superbenzin damit noch mal rund sechs Cent billiger geworden.
Ein Liter Diesel kostete laut Aral im Schnitt 1,24 Euro, hier lag der Preis zuletzt am 14. Februar 2008 so niedrig. Ein Sprecher begründete den Preisrückgang mit dem gefallenen Ölpreis. Der Preisabstand zwischen Superbenzin und Diesel ist mit 2 Cent in diesen Tagen ungewöhnlich klein. Üblicherweise liegen 8 bis 10 Cent zwischen Super und Diesel an der Tankstelle. Möglicherweise stützt die gute Nachfrage nach Heizöl den Dieselpreis.
Ein Liter Heizöl kostet am Freitag durchschnittlich knapp unter 73 Cent, das ist der niedrigste Stand seit dem Frühjahr. Die Heizölkunden in Deutschland müssen sich teilweise mit längeren Lieferzeiten abfinden, weil viele Hausbesitzer die niedrigen Preise nutzen wollen.
Allerdings droht nach einer von der Opec angekündigten deutlichen Kürzung der Fördermenge eine Wende bei der Preisentwicklung. Im Computerhandel wurden am Montag 73,51 Dollar pro Barrel (das Fass zu 152 Liter) bezahlt. Das sind 1,66 Dollar mehr als Ende vergangener Woche. Der Präsident der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec), Chakib Khelil, hatte am Sonntag erklärt, die Organisation werde auf ihrer am Freitag in Wien beginnenden Sondersitzung eine „substanzielle“ Kürzung bekanntgeben.
Eine weitere Kürzung sei im Dezember möglich. Die Gruppe sehe ein Überangebot von zwei Millionen Barrel pro Tag. Die Internationale Energie-Agentur (IEA) forderte die Opec auf, die Produktion nicht zu kürzen. Denn durch eine Kürzung werde die Konjunktur in immer noch wachsende Volkswirtschaften wie China, Brasilien und Indien abgewürgt.
AP/dma




