Die US-Notenbank Fed hat der Übernahme der ins Wanken geratenen viertgrößten US-Bank Wachovia durch die Großbank Wells Fargo zugestimmt. Das teilte die Fed in Washington mit. Wells Fargo will Wachovia per Aktientausch im Wert von rund 15 Milliarden Dollar übernehmen und damit in die Spitze des US-Privatkundengeschäfts aufrücken.

Wachovia hatte sich in der Finanzkrise massiv verspekuliert und steht vor weiteren hohen Milliardenverlusten. Die Bank besitzt rund 3300 Filialen vor allem an der Ostküste und in der Mitte der USA. Wells Fargo hat etwa ebenso viele Zweigstellen. Damit hat sich das Geldhaus im Übernahmekampf gegen den größeren US-Konkurrenten Citigroup durchgesetzt.

Auch die Europäer gehen nun in den USA auf Einkaufstour. Die spanische Bank Santander ist laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters in weit gediehenen Übernahmegesprächen mit dem Institut Sovereign Bancorp Inc, der größten US-Sparkasse. Santander werde voraussichtlich rund 3,81 Dollar je Aktie zahlen, dem Schlusskurs von Sovereign an der Wall Street am 16. Oktober, berichtete Reuters unter Berufung auf „mit der Angelegenheit vertrauten Kreise“.

Santander ist mit einem Anteil von 24,9 Prozent bereits jetzt größter Anteilseigner bei Sovereign. Ein Sprecher des Unternehmens wollte die Angelegenheit zunächst nicht kommentieren. Sovereign ist nach der Pleite von Washington Mutual im vergangenen Monat die größte Sparkasse der USA.

dpa/Reuters/oht