Regierungsprognose

Weniger als drei Millionen Arbeitslose noch 2008

Experten der Bundesregierung rechnen damit, dass die Arbeitslosigkeit noch im September unter die 3-Millionen-Marke fällt. Für das kommende Jahr sehen sie aber schwarz und ändern ihre Konjunkturprognose nach unten – sogar noch stärker als Frühjahrsgutachten der führenden Wirtschaftsforscher.

Die Bundesregierung rechnet schon für September mit weniger als drei Millionen Arbeitslosen. Das meldete das Nachrichtenmagazin "Spiegel" unter Berufung auf den interministeriellen Arbeitskreis gesamtwirtschaftliche Vorausschau.


Die Fachleute aus aus den Ressorts Wirtschaft, Finanzen und Arbeit sowie des Kanzleramts begründeten ihre Einschätzung damit, dass der September auf dem Arbeitsmarkt gewöhnlich der günstigste Monat des ganzen Jahres sei. Der Wirtschaftsweise Bert Rürup hatte in der vergangenen Woche erklärt, er rechne mit einem Sinken der Arbeitslosigkeit unter die Drei-Millionen-Marke für die Monate Oktober/November.


Die Experten der Bundesregierung halten laut "Spiegel" trotz der Turbulenzen an den Kreditmärkten an ihrer bisherigen Konjunkturprognose für 2008 fest. Sie erwarten weiter ein Wachstum von 1,7 Prozent. Nach ihrer Einschätzung folgt aber im kommenden Jahr eine merkliche Abkühlung. Dann werde das Plus wegen der Spätfolgen der weltweiten Finanzkrise nur noch bei 1,2 oder 1,3 Prozent liegen, heißt es den Angaben zufolge nach vorläufigen Berechnungen. Damit bliebe die Regierung noch unter der Projektion der Wirtschaftsforschungsinstitute, die für 2009 ein Plus von 1,4 Prozent voraussagte.