Die weltweite Finanzkrise hat der zum Verkauf stehenden Postbank auch im Frühjahr das Ergebnis verhagelt. Der Vorsteuergewinn sank im zweiten Quartal um ein Viertel auf 171 Millionen Euro. Unter dem Strich verdiente das Institut mit 119 Millionen Euro 20 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Zahlen lagen im Rahmen der Analystenerwartungen.
Hauptgrund für den Rückgang waren einmal mehr Belastungen aus der Finanzkrise, die sich im zweiten Quartal auf knapp 150 Millionen Euro summierten. Im gesamten ersten Halbjahr musste die größte deutsche Filialbank damit ergebniswirksame Wertberichtigungen auf Papiere in den eigenen Büchern von fast 320 Millionen Euro vornehmen. Weitere Belastungen verrechnete die Bank über die Neubewertungsrücklage mit dem Eigenkapital. Die Kernkapitalquote sank per Ende Juni auf 6,3 Prozent von 6,9 Prozent Ende 2007.
Die Wertberichtigungen konnte das Geldhaus auch nicht durch Zuwächse im operativen Geschäft ausgleichen. „Der crashartige Zinsanstieg des zweiten Quartals und der Rückgang der Aktienmärkte schränkten die Möglichkeiten zur Generierung positiver Ergebnisbeiträge ein“, erklärte das Institut. Die Postbank bekräftigte, sie könne im laufenden Jahr trotz eines schwierigen Marktumfelds einen Vorsteuergewinn von 1,1 bis 1,2 Milliarden Euro erreichen. Dabei seien positive wie negative Sondereffekte aber nicht berücksichtigt.
Reuters/dpa/ras



