Mitten in der Hauptreisezeit wird es bei Deutschlands größter Fluggesellschaft umfangreiche Streiks geben. Von dem unbefristeten Ausstand könnten Hunderttausende Lufthansa-Passagiere betroffen sein – die Fluglinie befördert regulär pro Tag auf rund 2000 Flügen durchschnittlich 170.000 Fluggäste. Streiks sollen zeitversetzt in Berlin, Bremen, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Leipzig, München, Nürnberg und Stuttgart stattfinden. Betroffen sind sämtliche Bereiche, vom Kabinenpersonal über Check-in und Technik bis zum Catering. Passagiere müssen sich auf zahlreiche Verspätungen und Flugausfälle einstellen.
Zum Streik aufgerufen hat die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di, die mit „erheblichen Störungen des Flugbetriebs“ höhere Gehälter für das Boden- und Kabinenpersonal der Lufthansa durchsetzen will.
Lufthansa wird mit einem Notfallplan reagieren, mit dem bis zu 75 Prozent der Flüge sichergestellt werden sollen, etwa durch Einsatz von Drittfirmen beim Check-in oder durch die Wartung von Lufthansa-Maschinen bei anderen Fluggesellschaften. Innerdeutsche Verbindungen sollen im Streikfall weitgehend auf die Bahn verlegt werden, um startbereite Flugzeuge verstärkt auf Europa- und Mittelstrecken einsetzen zu können. Zudem ist vorgesehen, dass die mit der Lufthansa verbündete österreichische Fluglinie Austrian Passagiere übernimmt.
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