Volkswagen-Vorstandschef Martin Winterkorn will den neuen Großaktionär Porsche offenbar aus dem operativen Geschäft heraushalten. Sollte Porsche hier eingreifen, würde er „noch am nächsten Tag gehen“, soll Winterkorn intern bereits mehrfach angekündigt haben, wie das Magazin „Der Spiegel“ am Samstag vorab berichtet. Dann müsse Porsches Vorstandschef Wendelin Wiedeking den Job an der VW-Spitze selbst erledigen.
Manager der VW-Tochter Audi fürchten laut Magazin, ihre Marke könnte das erste Porsche-Opfer werden. Der neue Großaktionär könnte, sagte ein Audi-Manager, die Modellpalette der Ingolstädter begrenzen, um Porsche unliebsame Konkurrenz zu ersparen. So hatte Porsche kritisiert, dass Audi für den Sportwagen R8 und den Geländewagen Q7 zu niedrige Preise verlange. „Sollen wir unsere Modelle teurer anbieten, damit sie Porsche nicht gefährlich werden?“, fragte ein Audi-Manager.
Mitunter wehren sich dem Bericht zufolge Audi-Manager gegen den Großaktionär. So weigerten sie sich mit Verweis auf das Aktiengesetz, die Renditekennziffern einzelner Modelle herauszugeben. Nach dem Gesetz müssen alle Aktionäre gleich behandelt werden und man könne einem Anteilseigner, auch wenn es der größte sei, nicht mehr Informationen geben, laute die Begründung.
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