Hartz-IV-Panne

Arbeitsagenturen zahlen Juli-Stütze zu spät

Die Bundesagentur für Arbeit hat eine Panne bei der Auszahlung des Arbeitslosengelds II für Juli eingeräumt. Rund 10.000 Empfängern der staatlichen Stütze wurde das Geld zu spät überwiesen. Der Sprecher des Erwerbslosenforums kritisiert, dass Betroffene tagelang um Vorschüsse bitten mussten.


Die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg hat eingeräumt, dass rund 10.000 Empfänger von Arbeitslosengeld II (ALG II) ihr Geld für Juli unpünktlich bekommen haben. Inzwischen sei das Geld für alle ausstehenden Beträge angewiesen worden. „Arbeitslosengeld-II-Bezieher, die trotzdem noch kein Geld auf ihrem Konto haben, wenden sich bitte in Notfällen umgehend an ihre Arbeitsgemeinschaft“, teilte die BA mit.

Nach Angaben des Erwerbslosenforums Deutschland waren Betroffene seit Anfang Juli wiederholt vertröstet worden. Einige hätten tagelang auf einen Vorschuss warten müssen. Ein Sprecher des Forums kritisierte, dass die BA zunächst nicht an die Öffentlichkeit gegangen sei.


Erst nach der Veröffentlichung auf der Internetseite des Arbeitslosenverbands äußerte sich die Bundesagentur. Die Arbeitslosen-Vertreter vermuten eine Computerpanne bei der BA. früher hatte die BA Problemen mit der Software zur Berechnung von Arbeitslosengeld II gemeldet.


Die Agentur teilte mit, dass zum Juli insgesamt wurden 2,1 Millionen „Fälle“ automatisch auf die höhere Leistung umgestellt worden seien. Seit 1. Juli sind in Deutschland die Rentenleistungen gestiegen. In diesem Zusammenhang ist der Grundbetrag für das ALG II von bisher 347 auf 351 Euro monatlich angehoben worden.

In den betroffenen Fällen sei eine manuelle Nachbearbeitung dieser Anpassung nötig gewesen, hieß es bei der Bundesagentur. Laut der BA werden monatlich derzeit an mehr als sieben Millionen Menschen in 3,5 Bedarfsgemeinschaften Leistungen überwiesen.