Trotz neuer Rekordmarken beim Ölpreis haben die US-Aktienmärkte am Donnerstag überwiegend leicht im Plus geschlossen. Chipwerte standen allerdings deutlich unter Druck. Der Dow-Jones-Index stieg um 0,65 Prozent auf 11.288,54 Punkte. Der S&P-500-Index endete 0,11 Prozent höher bei 1262,89 Punkten. Der NASDAQ-Index fiel dagegen um 0,27 Prozent auf 2245,38 Punkte. In einem verkürzten Handel vor dem Unabhängigkeitstag waren die Umsätze relativ gering. Am Freitag bleiben die US-Börsen geschlossen.

Der US-Rohölpreis setzte seine Rekordjagd fort und erklomm zeitweilig den bisherigen Höchststand von 145,85 Dollar je Fass (159 Liter). Später gab er wieder etwas nach. Die mit Spannung erwarteten Arbeitsmarktdaten fielen etwa wie geschätzt aus und stützten dadurch die Kurse. Dagegen drückte der überraschend schwache ISM-Index zur Stimmung der Einkaufsmanager des Dienstleistungsbereichs auf den Markt, hieß es bei Börsianern.


Im Technologiesektor sorgte Grafikchip-Spezialist Nvidia für Verkäufe und ein böses Erwachen seiner Aktionäre. Über Nacht hatte der Hersteller die Umsatzprognose gesenkt - die Aktie brach um 31 Prozent auf 12,49 Dollar ein. Die Kurse gaben branchenweit nach - etwa bei Marktführer Intel (minus 1,3 Prozent) und Verfolger AMD (minus 2,6 Prozent).


Im Aufwind segelten dagegen einige der zuletzt stark abgestürzten US-Fluggesellschaften. Branchenprimus American Airlines (plus 4,6 Prozent) kündigte einen massiven Stellenabbau an und will laut Medien mit British Airways und Spaniens Iberia eine enge Transatlantik-Allianz schmieden. Im grünen Bereich flogen auch die Fusionspartner Delta (plus 1,0 Prozent) und Northwest (plus 1,9 Prozent).

Neue Spekulationen um Bündnisse verhalfen Yahoo zu Gewinnen (plus 2,3 Prozent). Der Internetkonzern klopft laut US-Medien bei denselben möglichen Partnern an, wie sie auch Microsoft Berichten zufolge für eine gemeinsame Übernahme von Yahoo umwirbt.

Die Rentenmärkte tendierten leicht schwächer. Richtungsweisende zehnjährige US-Staatsanleihen gaben um einen achtel Punkt nach. Die gegenläufige Rendite stieg auf 3,983 Prozent. Der Euro verbilligte sich angesichts der Aussicht auf eher keine weiteren Zinserhöhungen der EZB deutlich auf 1,5695 Dollar nach 1,5880 Dollar am Vortag.

dpa/dma