Jobs-Nachfolge

Arthur Levinson wird Aufsichtsrats-Chef bei Apple

Nach dem Tod von Steve Jobs erneuert Apple die Chefetage: Das langjährige Mitglied Arthur Levinson wird Chef des Aufsichtsrates.

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Einen Monat nach dem Tod von Apple-Mitgründer Steve Jobs hat der Computerkonzern einen neuen Aufsichtsratsvorsitzenden. Der Posten wurde mit Arthur Levinson besetzt, wie das Unternehmen bekannt gab.

Der 61-jährige Levinson ist seit langem Mitglied im Aufsichtsrat von Apple. Der Amerikaner ist auch Vorsitzender des Verwaltungsrats des Biotechnologieunternehmens Genentech. Der Posten des Aufsichtsratschefs bei Apple war nach Jobs' Tod vakant. Der Unternehmensgründer war im Oktober im Alter von 56 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben.

Apple stärkt seine Verbindungen in die Medienindustrie

In das Direktorium (Board) des iPhone-Herstellers wurde nun Disney-Chef Bob Iger berufen. Im Wettlauf mit Rivalen wie Amazon.com und Google bemüht sich der Konzern vermehrt um Medien-Inhalte und deren Vertrieb. Manche Experten gehen davon aus, dass Apple in den kommenden Jahren einen Anlauf ins TV-Geschäft starten wird.

Weitere Konkurrenz bekommt Apple im Online-Musikvertrieb, den das Unternehmen mit seinem iTunes-Shop dominiert. Laut „Wall Street Journal“ wird Google voraussichtlich ein Konkurrenzprodukt präsentieren, das Lieder von den drei großen Plattenfirmen Sony Music Entertainment, Universal Music und EMI anbieten werde.

Disney-Chef Iger hatte enge Kontakte zum jüngst verstorbenen Apple-Mitgründer Steve Jobs. Dieser hatte 1986 das Animationsstudio Pixar übernommen, das 20 Jahre später wiederum von Disney für 7,4 Milliarden Dollar aufgekauft wurde.

Experten setzen nun darauf, dass das Führungsgremium künftig unabhängiger wird als zu Zeiten des charismatischen Gründers. „Das Direktorium muss aus dem Schatten von Steve Jobs heraustreten“, sagte Wirtschaftsprofessor Jim Post von der Boston University School of Management.