Cyberwar

Hacker nennen politische Motive für Angriff auf Zoll

Hinter der Hackerattacke auf den Zoll stecken offenbar politische Ziele. Die Angreifer kämpfen nach eigener Darstellung für "die Freiheit der Bürger".

Foto: dpa / dpa/DPA

Die Hackergruppe "No-Name Crew" hat ihre Attacke auf einen Rechner der Zolls laut "Spiegel" mit politischen Motiven begründet. In einem Chat-Interview gab ein führendes Mitglied der Gruppe unter dem Namen "Darkhammer" an, "für die Rechte und die Freiheit der Bürger" zu kämpfen, wie das Magazin berichtete.

Die Hacker waren in der Nacht zum Donnerstag in einen eigens für die Ortung betriebenen Server des Zollfahndungsdienstes eingedrungen und hatten anschließend offenbar gestohlene Daten im Netz veröffentlicht. Das Zollkriminalamt (ZKA) hatte bereits am Freitag eine Strafanzeige wegen des Datendiebstahls angekündigt.

Die Vorgehensweise der Täter werde derzeit vom ZKA in enger Zusammenarbeit mit der Bundespolizei, dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und dem Nationalen Cyber-Abwehrzentrum aufgeklärt, teilte die Behörde in Köln mit. Der betroffene Server wurde demnach unmittelbar nach Bekanntwerden des Angriffs abgeschaltet.