Film und Video

Sony setzt auf 3D für Fernseher und Playstation

Mit viel Pomp stellt Sony auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin seine neuesten Produkte vor. Mit einem 3D-System für Fernseher und Playstation 3will der Elektronikriese aus der Absatzflaute kommen. Außerdem verrät Sony-Chef Howard Stringer, wie er die Fans von YouTube und Co. gewinnen will.

Foto: ddp / ddp/DDP

Dunkler Fußboden, fahles Licht und zuckende Lichtblitze lassen die Atmosphäre einer futuristischen Hölle aufkommen. Und dabei will Howard Stringer, Chef des Elektronikriesen, doch eigentlich eine gute Nachricht auf der Internationalen Funkausstellung (Ifa) präsentieren: Die Zeiten seien schwierig, aber Sony habe den Weg aus der Krise gefunden.

Ab 2010 wird es ein System geben, mit dem Bilder im Fernsehen und auf der Playstation 3 dreidimensional dargestellt werden können, von Sony „real 3D“ genannt. „Damit wird die Magie im Wohnzimmer einziehen“, sagt Stringer auf der Ifa in Berlin.

Auch die Zahl der 3D-Kinos soll durch die neue Technik deutlich steigen. Zum Auftakt der Initiative wird das hauseigene Filmstudio Sony Pictures einen animierten Film in diese Kinos bringen. Um die Bilder räumlich sehen zu können, benötigen die Zuschauer eine spezielle Brille.

„3D ist auf dem Weg in den Massenmarkt und wir werden es nach Hause holen“, sagt Sony-Chef Stringer. Sonys Konkurrenten wie Samsung oder Panasonic arbeiten an ähnlichen Projekten. Die Industriegruppe um das DVD-Nachfolgeformat Blu-ray Disc kündigte die Entwicklung eines gemeinsamen Standards für 3D-Bilder an.

Als weiteren Ifa-Höhepunkt präsentiert Sony sein „Bravia Internet Video“. Die Käufer eines „Bravia“-Flachbildfernsehers, von Blu-ray-Playern und Sony-Heimkinos können künftig ihre Geräte mit dem heimischen Breitband-Internetanschluss verknüpfen und auf diese Weise einfach und laut Sony komfortabler als am Computer Internetvideos ansehen.

„Bravia Internet Video“ werde auf ein breites Angebot kostenfreier Videos von Internet-Portalen wie YouTube zugreifen können. Außerdem sucht Sony die Kooperation mit nationalen Produzenten von Inhalten. In Deutschland gehört die ARD bereits dazu. Somit ist es beispielsweise möglich, die „Tagesschau“ jederzeit und in hoher Auflösung zu sehen.