Schnarchen kann nicht nur zu einer Belastungsprobe für den Partner oder die Partnerin werden, der neben einem schläft. Auch für die Person selbst kann es zu einem ernsten gesundheitlichen Problem werden. Denn: Schnarchen kann zu Bluthochdruck führen.

Die arterielle Hypertonie, so der medizinische Fachbergriff, hat sich in Deutschland längst zu einer Volkskrankheit entwickelt. 20 bis 30 Millionen Deutsche haben einen erhöhten Gefäßdruck, schreibt die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe auf ihrer Internetseite. Durch einen gestörten Schlaf erhöht sich das Risiko, daran zu erkranken um das Eineinhalb- bis Dreifache, so der Informationsdienst Wissenschaft (idw).

Schlafen schadet nicht nur einem erholsamen Schlaf, sondern auch der eigenen Gesundheit.
Schlafen schadet nicht nur einem erholsamen Schlaf, sondern auch der eigenen Gesundheit.© Getty Images | urbazon

„Menschen, die über einen längeren Zeitraum häufig in der Nacht schnarchen, haben ein knapp zweimal so hohes Risiko für Bluthochdruck wie ruhige Schläfer“, bestätigt auch Alfred Wiater, Leiter einer Onlinepraxis für Kinderschlafmedizin und ehemaliger Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM). Das Problem: Durch erhöhten Blutdruck steigt das Risiko, einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt zu erleiden. Erkrankungen, die nicht selten tödlich enden.