Totale Erschöpfung

Nach Lewandowski-Rücktritt: Was ist ein Burnout-Syndrom?

Union-Trainer Sascha Lewandowski leidet an Burnout. Der Verein löste seinen Vertrag auf. Warum ist Burnout nicht zu unterschätzen?

Auch Fußball-Trainer können an Burnout leiden. Sascha Lewandowski musste deshalb bei Union Berlin aufhören

Auch Fußball-Trainer können an Burnout leiden. Sascha Lewandowski musste deshalb bei Union Berlin aufhören

Foto: Fredrik von Erichsen / dpa

Burnout bedeutet soviel wie „ausgebrannt sein“. Das Erschöpfungssyndrom, an dem auch Fußballtrainer Sascha Lewandowski nach Angaben von Fußball-Zweitligist 1. FC Union Berlin leidet, bekommen meist Menschen, die über lange Zeit an ihrer Leistungsgrenzearbeiten. Sie überarbeiten sich in ihrem Beruf und stellen extremhohe Erwartungen an sich selbst. Gerade weil Burnout vor allemehrgeizige Menschen trifft, ist deren schleichendes Abgleiten in den Burnout oft nicht erkennbar.

>>>Burnout: Union löst Vertrag mit Sascha Lewandowski auf<<<

Ausgangspunkt ist oft Überengagement im Beruf, der zumLebensinhalt wird. Der Betroffene verleugnet seine Bedürfnisse. Anzeichen sind häufige Flüchtigkeitsfehler, völlige Erschöpfung,chronische Müdigkeit, Energiemangel und Konzentrationsstörungen. Oftfolgt ein reduziertes Engagement, einige Betroffene machen Schuldzuweisungen und werden aggressiv. Es kann aber auch zu Depressionen und Angststörungen kommen. Die Suchtgefahr steigt.

Wer einem Burnout-Syndrom vorbeugen will, sollte sein Privatlebenstärker pflegen, Konfliktstrategien erlernen, häufiger Kompromissedurchsetzen und sich gegen Überforderung im Beruf wehren.