Medizin

Kind zwei Tage nach dem Tod der Mutter geboren

Ein Baby in Großbritannien ist zwei Tage nach dem Tod der Mutter geboren worden. Die 41 Jahre alte Jayne Soliman starb an einer Hirnblutung. Zwar war sie hirntot, die Ärzte konnten ihren Herzschlag aber 48 Stunden aufrechterhalten, um das kleine Mädchen Aya Jayne mit einem Kaiserschnitt zur Welt zu bringen.

Das Video konnte nicht gefunden werden.

In Großbritannien ist ein Baby zwei Tage nach dem Tod seiner Mutter geboren worden. Die 41-jährige Mutter, eine ehemalige britische Eiskunstläuferin, hatte zuvor eine Hirnblutung erlitten. Das frühgeborene Mädchen hat gute Chancen, sich gesund zu entwickeln.

Video: reuters
Beschreibung anzeigen

Die Mutter – eine ehemalige Eiskunstläuferin – war in der 25. Woche schwanger, als sie vergangene Woche nach starken Kopfschmerzen zusammenbrach. Aya Jayne wog bei der Geburt lediglich 950 Gramm.

Der Vater Mahmud Soliman, der bei der Geburt dabei war, sprach unterdessen von seiner Trauer und seiner Freude zugleich. Er und seine Frau seien überglücklich gewesen, als sie nach einer Fehlgeburt wieder schwanger wurde, sagte der 29-Jährige der Zeitung „Daily Mail“ vom Dienstag. „Wir haben uns umarmt und geweint, als wir den Herzschlag sahen.“ Soliman litt nach Angaben der Mediziner an einem aggressiven Tumor, der die Blutung auslöste.

Das winzige Baby wurde dann für einen kurzen Moment an ihre Schulter gelegt, bevor es der Vater in die Arme nahm. „Es war Jaynes Traum, Mutter zu sein, und sie wäre eine großartige Mutter gewesen“, sagte er. Das kleine Töchterchen wurde zunächst in einer Intensivstation betreut, machte aber so gute Fortschritte, dass es nun auf einer normalenStation aufgepäppelt wird. „Sie ist so winzig, aber sie ist wie die Mutter eine große Kämpferin“, sagte Mahmud Soliman der Zeitung „Times“.

Ein Freund betonte, der Vater hätte den „besten und schlimmsten Tag seines Lebens hinter sich“. Nach Angaben einer britischen Kinder- Wohltätigkeitsorganisation haben Frühchen mit einem Alter von 25 Wochen eine 67-prozentige Überlebenschance.

Soliman, die vor ihrer Hochzeit Jayne Campbell hieß, gewann 1989 die britische Meisterschaft im Eiskunstlauf; weltweit rangierte sie damals auf dem siebten Platz. Ihren zwölf Jahre jüngeren Mann lernte sie in Abu Dhabi kennen und konvertierte dann zum Islam. Kurz vor ihrem Zusammenbruch gab die Trainerin noch Stunden in ihrem Eislaufclub in der südenglischenStadt Bracknell. Am Wochenende wurde sie beerdigt