Bei Schuppenflechte machen zwei Proteine die Haut anfällig für die typischen Entzündungsreaktionen. Dies fanden Dermatologen vom Klinikum der Universität München heraus.
In Deutschland leiden zwei Millionen Menschen an Psoriasis. Durch genetische Veranlagung bilden sich auf ihrer Haut entzündliche, schuppige und stark juckende Stellen. Die Krankheit kommt in Schüben, die durch mechanische Reizung, Infektionen oder auch Medikamente ausgelöst werden.
Eine Schlüsselrolle bei der Erkrankung spielen die Eiweiße Koebnerisin und Psoriasin. „Die zur Psoriasis-neigende Haut stellt die zwei Proteine in deutlich erhöhten Mengen her“, sagt der Hautarzt Ronald Wolf.
Versuche an Mäusen zeigen nach Angaben der Universität, dass die beiden Eiweiße maßgeblich zu den Entzündungsreaktionen beitragen. Nun suchen die Forscher Substanzen, die die Wirkung der beiden Eiweiße blockieren. „Wir rechnen damit, dass unsere Ergebnisse zu neuen Therapien führen, sowohl gegen die Schuppenflechte selbst als auch gegen die Neigung zur Erkrankung“, sagt Wolf.
dapd/fp





