Wie wäre der Mathematikunterricht in der Schule nur ohne Leonhard Euler gewesen? Die Beschreibung des Funktionstermes f(x) oder Symbole wie π (Pi) und das Summenzeichen ∑ hätten an der Tafel des Lehrers und in den rauchenden Köpfen gefehlt. Die heutige Analysis müsste ohne ihre Sprache auskommen.
Wie gut, dass Leonhard Euler sich in der Mitte des 18. Jahrhunderts mit mathematischer Symbolik beschäftigte. Denn zu Zeiten Eulers warteten mathematische Probleme auf eine erste Beschreibung. Eckpunkte brauchten eindeutige Bezeichnungen.
Der 1707 in der Schweiz geborene Sohn eines Pfarrers war sehr produktiv und publizierte 866 Arbeiten, unter anderem zur Optik, Hydodynamik, dem Springerproblem beim Schach und der mathematischen Musiktheorie. Er studierte in Basel und lehrte zunächst in St. Petersburg, bis ihn Friedrich der Große 1741 nach Berlin rief. Seine Tätigkeiten an der Königlich-Preußische Akademie der Wissenschaften endeten jedoch abrupt, als er sich mit dem König zerstritt. An sein Wirken und sein damaliges Wohnhaus erinnert eine Gedenktafel an der Behrenstraße 22/23, das heutige Haus der Bayerischen Vertretung in Berlin.
Trotz Erblindung arbeitet Euler eifrig weiter
1766 kehrte Euler mitsamt seinem wissenschaftlichen Werk im Gepäck nach Russland zurück, wo seinen Schriften bis heute in russischen Archiven aufbewahrt sind.
Obwohl der Mathematiker mit 33 Jahren wegen einer Krankheit auf dem rechten Auge erblindete und später völlig in Dunkelheit gefangen war, forschte und schrieb Euler weiter. Trotzdem entstand fast die Hälfte seines Lebenswerks in der zweiten Petersburger Zeit. Hilfe erhielt er dabei von seinen Söhnen und seinem Sekretär.
1783 starb Euler an einer Hirnblutung und wurde neben seiner Frau in Sankt Petersburg begraben.
Den 306. Geburtstag von Leonhard Euler hat die Suchmaschine Google nun mit einem eigenen Doodle gewürdigt.
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