Erneuerbare Energie

Solarzellen-Zukunft liegt am Hintern der Hornisse

Die Hornisse macht vor, wie man Sonnenstrahlen effizient in Energie umwandelt. Nun soll das Insekt Forschern helfen, bessere Solarzellen zu produzieren.

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Wissenschaftler wollen mithilfe von Hornissen eine neue Generation von Solarzellen entwickeln. Die neuen Systeme könnten „effizienter und vor allem billiger“ als die herkömmlichen Solarzellen sein, sagte Marian Plotkin, Insektenforscher und Experte für Nanotechnologie von der Staatsuniversität Singapur, der Zeitschrift „Wunderwelt Wissen“.

Plotkin hat mit einem Atom-Mikroskop den Hautpanzer der Hornisse untersucht. Er entdeckte, dass die braunen und gelben Streifen am Hinterleib des Insekts wie Solarzellen fungieren. Der braune Teil weist Kerben auf, die das Sonnenlicht absorbieren und an die unteren Schichten des Hautpanzers weiterleiten.

Dabei springt das eingefangene Sonnenlicht zwischen Ober- und Unterschicht der Haut wie ein Hüpfball hin und her. Die gelben Streifen, die ihre Farbe vom Pigment Xanthopterin haben, dienen dazu, das Licht in elektrische Energie umzuwandeln.

Der Wissenschaftler geht davon aus, dass ein Teil der Energie in einem photo-biochemischen Prozess umgewandelt und gespeichert wird und bei Bedarf abgerufen werden kann.

„Das Sensationelle daran ist, dass eine lebende Kreatur in der Lage ist, Solarenergie zu nutzen“, sagt Professor David Bergman von der Tel Aviv University. Bei noch keinem anderen Tier konnte so etwas nachgewiesen werden.