Partnerschaft

Wie Mathematik die Dauer der Ehe voraussagt

Foto: picture-alliance / dpa / dpa

Wie wird sich die Beziehung zu meinem Partner zukünftig entwickeln? Das fragen sich viele Verliebte und richten dabei den Blick auf die Sterne. Die antworten sind höchst ungenau. Die Trefferwahrscheinlichkeit von Mathematikern der Uni Oxford liegt hingegen bei 94 Prozent.

Ob eine Ehe länger hält oder schon bald wieder geschieden wird, kann mithilfe eines einfachen mathematischen Modells vorhergesagt werden. Das zumindest behauptete jetzt James Murray, Professor für Mathematik an der University of Oxford, in einem Abendvortrag vor der alt ehrwürdigen Royal Society von 1660 in London.


Der Mathematiker und seine Mitarbeiter luden frisch verheiratete Paare ein und gaben ihnen Gesprächthemen vor, die potenziellen Sprengstoff enthalten. Die Gespräche drehten sich um Sex, Geld und Schwiegereltern. Dabei filmten sie das Paar und verteilten Punkte für die Äußerungen der Gesprächspartner. So brachten humorvolle Antworten Pluspunkte. Wer dagegen verächtlich oder aggressiv antwortete, erhielt Minuspunkte. Die Bewertungen wurden in das Modell eingegeben. Der Computer ordnete das Paar darauf hin in eine Skala ein und sagte die Dauer der Beziehung voraus.


Immerhin 700 Paare nahmen die Wissenschaftler unter die Lupe und die Trefferwahrscheinlichkeit ihres Rechenmodells lag bei beachtlichen 94 Prozent. Über einen Zeitraum von zwölf Jahren wurden die Paare regelmäßig kontaktiert, um die Voraussagen des Computers zu überprüfen.


„Es ist schon erstaunlich, wie die manchmal hoch emotionalen Diskussionen sich in ein simples mathematisches Modell für eine Paarbeziehung packen lassen“, kommentierte Murray seine Forschungsergebnisse.

( rhl )