Seit 1970 wurden in den USA 137.000 Jungen weniger geboren, als statistisch zu erwarten gewesen wäre. In Japan betrug das Minus 127.000, schreiben Devra Lee Davis und ihre Arbeitsgruppe von der University of Pittsburgh in der Online-Ausgabe des Fachmagazins „Environmental Health Perspectives“.
Eine der Ursachen ist eine zunehmende Sterblichkeit männlicher Föten vor der Geburt, obwohl die vorgeburtliche Sterblichkeit insgesamt absank. Warum die Sterblichkeit männlicher Feten in den vergangenen drei Jahrzehnten angestiegen ist, bleibt Gegenstand von Spekulationen.
„Wir wissen, dass Männer, die mit speziellen Lösungsmitteln, Pestiziden und Metallen arbeiten, weniger Söhne zeugen. Wir wissen auch, dass Ernährung, Gesundheitszustand und Kontakt zu Chemikalien die Fruchtbarkeit von Frauen einschränkt, beziehungsweise bei Schwangeren die Gesundheit des Kindes beeinflussen“, sagte Studienleiterin Davis. „Vermutlich sind eine Kombination all dieser Faktoren und das immer höhere Alter von Eltern für das Geburtsdefizit bei Jungen verantwortlich.“
rhl




