Viele Personen waschen zwar ihre Hände, vergessen aber meistens die Seife dazu, bemängelt die Organisation PPPHW, die sich für eine weltweite Kultur des hygienischen Händewaschens starkmacht. Seife sei aber die effektivste und billigste Methode zur Vorbeugung gegen Diarrhö und Pneumonie, welche die zwei häufigsten Todesursachen bei Kindern unter fünf Jahren sind. Vor allem in Entwicklungsländern sei es daher wichtig, das hygienische Bewusstsein zu stärken.
Wie weit die Kultur des Händewaschens auseinanderklaffen kann, zeigt eine Studie der London School of Hygiene & Tropical Medicine, die auch Mitglied der PPPHW ist. Dabei wurde das Waschverhalten von Fahrgästen an Bushaltestationen (Newcastle, Liverpool, Birmingham, Euston und Cardiff) überprüft. Dabei ergab sich, dass Personen aus Newcastle gegenüber Londoner dreimal so viele Fäkalbakterien an den Händen tragen.
Zudem wurde entdeckt, dass die Männer aus Newcastle und Liverpool unhygienischer sind als die Frauen. In den anderen drei Städten verhält es sich genau umgekehrt. Insgesamt lag die Zahl von Fäkalbakterien an den Händen der Engländer weitaus höher als vermutet. Vor allem nach dem Toilettengang sollten die Hände mit Seife gewaschen werden, um sich vor Krankheiten zu schützen.
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P.E.





