Mathematik

Die Attraktivität von Frauenkörpern ist messbar

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Regensburger Wissenschaftler haben eine Formel entwickelt, die die Attraktivität von Frauen messen kann. Gewicht, Taille, Hüfte, Beine, Oberweite - alles hat mit allem zu tun. Welche Frauen von anderen als schön empfunden werden, ist keine große Überraschung.

Regensburger Wissenschaftler haben eine Formel entwickelt, die die Attraktivität von Frauen messen kann. „Die Formel setzt das Gewicht, die Taillen- und die Hüftbreite, sowie die Beinlänge und die Oberweite miteinander ins Verhältnis“, sagte der Leiter der Studie, Psychologe Martin Gründl, von der Universität Regensburg in einem Gespräch mit dpa. Demnach finden die meisten Menschen Frauen am schönsten, die besonders lange Beine, einen mittleren oder großen Busen und eine schmale Taille haben. Für die Studie wurden seit vergangenem Jahr rund 60.000 Männer und Frauen im Internet befragt.

Erste Ergebnisse der Studie „Die Formel für eine schöne Frauenfigur“ wurden beim Weltkongress der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen in Berlin vorgestellt. Bis Samstag wollen dort mehr als 3000 Fachärzte aus 93 Ländern über aktuelle Entwicklungen ihres Fachgebietes diskutieren.

„Für die Studie haben wir in zwei verschiedenen Experimenten die Attraktivität von Frauenkörpern getestet“, berichtete Gründl vom Lehrstuhl für Experimentelle und Angewandte Psychologie in Regensburg. In dem einen konnten die Studienteilnehmer einen Frauenkörper so gestalten, wie sie ihn am schönsten fanden. Das andere Experiment gab dagegen mehr als 240 verschiedene Figuren vor, die bewertet werden sollten.

Aus diesen Daten entwickelten die Forscher dann die Formel, mit der sie eigenen Angaben zufolge die Attraktivität von jeder beliebigen Frauenfigur errechnen und auf einer Skala von 0 bis 100 darstellen können. „Dabei ist nicht einfach wichtig, wie groß und dünn jemand ist, sondern wie die Verhältnisse der einzelnen Körperteile zueinander passen.“ Außerdem müsse man bedenken, dass diese Attraktivität nur einen Durchschnittswert der Bevölkerung wiedergebe. „Da gibt es natürlich Geschmacksunterschiede.“

Für die ersten Ergebnisse der Studie wurden die Antworten von rund 8000 Teilnehmern ausgewertet. Die Experimente sind aber noch immer nicht abgeschlossen, deswegen kann man die Fragen weiterhin im Internet unter www.beautycheck.de beantworten.

( dpa/cl )