Räumlich wirkende Bilder finden sich heute auf besonders wertvollen Waren zur Produktsicherung oder auch auf manchen Kreditkarten. Diese sogenannten Hologramme dienen bisweilen auch künstlerischen Zwecken - wohl jeder hat schon einmal ein solches Bild gesehen, das scheinbar in den Raum hineinragt, um das man herumgehen und es sogar von hinten betrachten kann.
Erfunden wurde die Methode der Holografie im Jahre 1948 durch den ungarischen Physiker Dennis Gabor in London. Er veröffentlichte damals eine grundlegende Arbeit mit dem Titel "Die verzerrte Front elektromagnetischer Wellen", für die er im Jahre 1971 mit dem Physik-Nobelpreis ausgezeichnet wurde.
Doch die praktische Erstellung der dreidimensionalen Fotos war damit noch nicht möglich. Dazu wird nämlich monochromatisches Licht - oder kurz gesagt Laserlicht - benötigt, und das stand damals noch nicht zur Verfügung. Erst im Jahre 1962 glückte die erste holografische Aufnahme. Als Objekt diente eine kleine Modelleisenbahn.
Bei der Aufnahme eines Hologramms wird das zu fotografierende Modell mit Laserlicht bestrahlt. Zuvor wird jedoch das Licht durch einen Strahlteiler auf zwei Wege gebracht. Das am Objekt reflektierte Licht wird anschließend wieder mit der zweiten Hälfte des ursprünglichen Lichtstrahls überlagert, wobei ein sogenanntes Interferenzbild entsteht.
Dieses Bild wird auf einer Fotoplatte oder einem empfindlichen Film festgehalten. Wird das entwickelte Abbild - ein äußerst kompliziertes Linienmuster - wieder mit dem ursprünglichen Laserlicht bestrahlt, so wird das räumliche Abbild sichtbar. Während bei einem normalen Foto nur unterschiedliche Helligkeiten erfasst werden, speichert das Hologramm auch Informationen über die Phase des Lichts an bestimmten Bildpunkten und damit letztlich die Laufzeit des Lichtes, wodurch die Räumlichkeit des Objekts erfaßt wird.
Da die auf dem Film gespeicherten Strukturen außerordentlich filigran und nur von der Größe der verwendeten Lichtwellenlänge sind, muß der gesamte Belichtungsvorgang an vollkommen vibrationsfreien Objekten erfolgen. Holographische Aufnahmen waren daher zunächst nur von absolut fest auf erschütterungsfreien Tischen fixierten Gegenständen möglich. 1967 gelang es dann aber erstmals, einen lebenden Menschen holografisch abzubilden.
Hologramme lassen sich auch in bestimmten Kristallen speichern. Mit dieser Technologie wollen Forscher gigantische Datenspeicher konstruieren. In dem Volumen einer heutigen DVD könnten auf holographischem Wege theoretisch 10.000 Gigabyte konserviert werden - rund 2000 Mal mehr als heute.





