Die Vereinten Nationen haben neun weitere Chemikalien als gefährliche Umweltgifte eingestuft und wollen deren Produktion verbieten. Wie das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (Unep) mitteilte, sollen die organischen Schadstoffe zu der Liste der "Stockholmer Konvention" hinzugefügt werden, auf der bisher zwölf Substanzen stehen, das sogenannte dreckige Dutzend. Die Stoffe werden unter anderem als Pestizide und Flammschutzmittel eingesetzt.
Zu den neun Chemikalien, die besonders für Kinder gefährlich sind, gehören das Insektenvernichtungsmittel Lindan sowie die ihm verwandten Chemikalien Alpha- und Beta-Hexachlorcyclohexan (HCH). Zudem sollen Flammschutzmittel wie Hexabrombiphenyl sowie zwei Gruppen von Bromdiphenylethern verboten werden.
Auch das Insektizid Chlordecon steht auf der neuen Verbotsliste. Der Ausgangsstoff für Pflanzenschutzmittel Pentachlorbenzol (PeCB) wurde ebenfalls verboten. Mit Perfluoroctansulfonsäure (PFOS) und ihren Abkömmlingen wurden bislang Textilien und Papier fett- und wasserfest gemacht – auch sie stehen auf der Liste.
"Gerade die bromierten Flammschutzmittel und die fluorierten Chemikalien kommen in sehr vielen Verbraucherprodukten vor, also zum Beispiel Elektronikartikeln, Matratzen, Textilien, sagte Patricia Cameron von Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). "Sie verursachen chronische Schäden, Langzeitschäden und auch Schäden für die nächste Generation."
dpa/cl





