Ein Team um Michael Studinger von der Columbia Universität hat die Seen mit Hilfe von Satelliten und Radar entdeckt, wie im britischen Fachjournal „Nature“ (Bd. 445, S. 904) berichtet wird. Die Eisschicht über den Seen ist mehr als drei Kilometer dick. Die Gewässer liegen gerade am Beginn des so genannten Recovery-Eisstroms, einem der größten Eisströme der Antarktis. Diese leiten große Massen des antarktischen Eises ins Meer.
Solche Seen können die Eisströme der Antarktis nach Ansicht der Forscher wesentlich beeinflussen und sollten daher in den Computermodellen zu den Auswirkungen des Klimawandels berücksichtigt werden.
Inzwischen seien insgesamt mehr als 150 Seen unter dem Eis der Antarktis entdeckt worden, schreibt Jack Kohler vom Polar Environmental Centre in Tromsø (Norwegen) in einem „Nature“-Kommentar. Die meisten sind jedoch kleiner als die nun gefundenen. Die Seen entstehen durch Erdwärme und dem isolierenden Effekt der Eisschichten. Zusammen haben die vier neuen Seen etwa die Fläche des Vostok-Sees, dem mit knapp 16.000 Quadratkilometern größten unter dem Antarktiseis.
oc/dpa





