Die Expedition „Arktis 2007“ ist gestart. Ziel: Mit dem Mini U-Boot „Mir“ den Meeresgrund am Nordpol untersuchen. Von Murmansk in der Barentssee geht es mit dem Forschungsschiff „Akademik Fyodorov“ zum Nordpol. Das Team um Artur Chilingarov vermutet unter dem Eis der Arktis zahlreiche Mineralien, Gas- und Ölvorkommen.
Der Klimawandel kommt der Expedition zugute. Die Erwärmung lässt das Eis der Arktis schmelzen und erleichtert die Erforschung des Meeresbodens unter der Arktis.
Das Team an Bord des entsendeten Mini U-Bootes soll Proben des Bodens sammeln und umfangreiche Untersuchungen durchführen. Um ihrem Anspruch auf die Arktis Deutlichkeit zu verleihen, wird die Mir eine russische Flagge und Kapsel an dem Untersuchungsort hinterlassen. Diese enthält eine Nachricht und soll nachfolgenden Generationen Aufschluss über die Expedition geben.
Wem das Gewässer mit seinem eventuell kostbaren Meeresboden an diesem Teil des Nordpols gehört, ist umstritten. Sogar die USA haben sich schon darum bemüht. Russland verteidigt das Gebiet jedoch energisch. Eine bereits im Jahr 2001 eingereichte Klage bei den Vereinten Nationen soll Klarheit bringen.
Russland verteidigt darin seinen Besitzanspruch. Der russische Lomonosov Kamm - eine unter Wasser verlaufende Gebirgsstruktur – sei lediglich die Verlängerung des Russischen Territoriums, ließ es in einer offiziellen Erklärung wissen. „Die Arktis gehört uns und wir sollten dies auch zeigen“, beschreibt Artur Chillingarov das Vorhaben im Russischen Fernsehen.
Das Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen erlaubt bislang die Einrichtung einer Wirtschaftszone von 200 Seemeilen, etwa 370, 4 Kilometern an Land. Unter Umständen kann diese Zone vergrößert werden. Hierfür muss der Antragstellende Staat nachweisen, dass die geologische Struktur des Schelfs dem in dem Territorium entspricht oder sehr ähnlich ist. Bislang konnte dies noch kein Staat für den Nordpol nachweisen. Dementsprechend obliegt das Gebiet bislang der Verwaltung der internationalen Meeresbodenbehörde.





