Neue Studie

Halluzinationen durch häufigen Kaffeegenuss?

Foto: nescafe/tl / Nescafé

Noch steht Kaffee zum Glück nicht auf der Liste des Betäubungsmittelgesetzes – aber was britische Forscher jetzt über die mögliche Wirkungsweise von Kaffee behaupten, klingt verdächtig nach harten Drogen: Wer demnach mehr als sieben Tassen Kaffee täglich trinkt, leidet häufiger unter Halluzinationen.

Laut einer aktuellen Studie der britischen Durham-Universität ist die Wahrscheinlichkeit, Stimmen von imaginären Personen zu hören, bei Menschen mit großem Kaffeekonsum dreimal höher als bei Menschen, die weniger als eine Tasse Kaffee am Tag trinken.


Ob viel Kaffee tatsächlich Halluzinationen auslöst, sei aber noch unklar, sagte der Wissenschaftler Simon Jones. Nach den Worten seines Co-Autors Charles Fernyhough könnte es auch sein, dass Menschen mit Wahnvorstellungen häufiger zum Kaffee greifen, um mit ihren außergewöhnlichen Erfahrungen umzugehen.

Die Studie ist nach Angaben von Forschungsleiter Jones ein erster Schritt, um Faktoren bei Halluzinationen im weitesten Sinne zu untersuchen. Bisherige Untersuchungen hätten eine Reihe von wichtigen Einflüssen bei Halluzinationen zu Tage gefördert, unter anderem Traumata aus der Kindheit.


Die Wissenschaftler wollen nun in weiteren Untersuchungen klären, ob auch andere Lebensmittel einen Einfluss auf Halluzinationen haben. Es sei überraschend, dass es so wenig Forschung über Lebensmittel und Halluzinationen gibt, sagte Jones. Dabei sei bereits herausgefunden wurden, dass es einen Zusammenhang zwischen hohem Zucker- und Fettkonsum und geringen geistigen Fähigkeiten gebe.

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( AFP/OC )