Heilpflanzen

Löwenzahnblätter schmecken als Salat und heilen

Löwenzahn im Rasen ist vielen ein Ärgernis. Doch die Pflanze hat ihre guten Seiten: Junge Löwenzahnblätter lassen sich im Salat verwenden. Und als Arzneipflanze leisten sie ebenfalls gute Dienste.Die Pflanze hilft gegen Verdauungsbeschwerden, Störungen des Gallenflusses und sogar bei Rheuma.

Foto: picture-alliance / dpa / Stockfo / stockfood

Junge Löwenzahnblätter lassen sich im Salat verwenden. Und als Arzneipflanze leisten sie ebenfalls gute Dienste, erklärt Dietrich Mühlberg vom NHV Theophrastus in Chemnitz, einem Verein zur Förderung traditioneller Heilkunde. Die botanisch „Taraxacum officinale“ genannte Pflanze helfe zum Beispiel gegen Verdauungsbeschwerden und Störungen des Gallenflusses. Auch bei Rheuma oder Appetitlosigkeit lasse sie sich einsetzen.

Genutzt werden Wurzel und Kraut. Für eine Tee-Zubereitung etwa nimmt man ein bis zwei Teelöffel Löwenzahnblätter und kocht sie kurz mit einem Viertelliter Wasser auf. Mühlberg empfiehlt von diesem Gebräu ein bis drei Tassen täglich. Außerdem gibt es Löwenzahn-Extrakt als Frischsaft, der sich in kleineren Dosen einnehmen lässt. Neben dem Appetit sollen diese Zubereitungen den Harnfluss, die Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse anregen.

Außerdem wird das Bindegewebe entsäuert. Nicht angewendet werden darf Löwenzahn allerdings bei einem Verschluss der Gallenwege oder des Darms und auch nicht bei einer Gallenblasenvereiterung.