Biologie

Schweißgeruch – Frauen sind schwer zu täuschen

Frauen haben wesentlich empfindlichere Nasen als Männer: Das haben US-amerikanische Wissenschaftler jetzt mit Duftproben von Achselschweiß herausgefunden. Den Riechforschern zufolge belegt die Studie die Theorie, dass die individuelle Duftnote eines Mannes eine wichtige Rolle bei der Partnerwahl spielt.

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Frauen lassen sich in ihrem Geruchsempfinden weit weniger täuschen als Männer. Das berichtet Charles Wysocki vom Monell Chemical Senses Center in Philadelphia im „Flavour and Fragrance Journal“. Die Experten für Riechforschung machten Testreihen mit Schweißabstrichen aus den Achselhöhlen von Männern und Frauen.


Bevor die Versuchspersonen daran schnüffelten, mussten sie an Düften riechen, die den Schweiß überdecken. Von 32 Düften schafften es nur zwei, eine weibliche Nase so weit in die Irre zu führen, dass der Schweiß nicht mehr wahrnehmbar war. An Männern getestet, waren es immerhin 19 derselben Düfte, die den Schweißgeruch verschwinden ließen. Offenbar besitzen Frauen die empfindlicheren Nasen, und als weiteres Versuchsergebnis zeigte sich, dass Schweiß aus einer männlichen Achselhöhle schwieriger zu blockieren war als der aus einer weiblichen.


„Das zeigt uns, dass Schweißgeruch Informationen enthält, die insbesondere für Frauen wichtig sind“, sagt Wysocki. Die Versuche bestätigen die Theorie, nach der für Frauen das persönliche Duftbukett eines Mannes eine wichtige Rolle bei der Partnerwahl spielt. Am männlichen Duft erkennen Frauen – unbewusst –, ob das Erbgut des potenziellen Partners sich mit dem eigenen Erbgut verträgt, sodass gesunde Kinder gezeugt werden können.