Das alles berichten amerikanische Paläontologen in der Fachzeitschrift "PNAS".

1,50 Meter groß war der Größere der beiden Pinguine, damit bringt er es auf 30 Zentimeter mehr als der größte heute lebende Pinguin, der Kaiserpinguin. Der kleinere Pinguin maß ungefähr einen Meter. Die Forscher vermuten, dass die fossilen Pinguine anders auf Temperaturschwankungen reagiert haben als Pinguine heute.

Normalerweise werden Tiere, die von kälteren Regionen in wärmere abwandern, kleiner, da sie weniger Wärme speichern müssen. Die Fossilienfunde zeigen, dass die vom Südpol stammenden Pinguine Südamerika schon vor mehr als 30 Millionen Jahren erobert haben, als dort noch Treibhausbedingungen herrschten.

Bisher dachte man, dass sie erst vor acht Millionen Jahren ihre Reise angetreten haben, als eine globale Abkühlung einsetzte. Die Paläontologen glauben, dass es mehrere Pinguin-Wanderzüge gegeben hat. Denn in Peru leben heute noch die kleinen Kälte liebenden Humboldtpinguine.

Aus einem Schädel und Skelettteilen rekonstruierten sie zwei ausgestorbene Arten.