Die Wissenschaftler mussten das Urzeit-Fundstück erst zerbrechen. Doch dabei machten sie eine sagenhafte Entdeckung: Nach all den Millionen Jahren war im Innern des Knochen noch winzige Adern und weiches Material erhalten.
Normalerweise sind Teile von Tieren oder Muscheln nach so langer Zeit nur noch als Fossilien da. Das heißt, sie sind im Grunde Steine, die nur noch aussehen wie ein Knochen. Vom einst lebenden Knochen bleibt nichts übrig. Der Knochen des T. rex, wie man das Ur-Raubtier auch nennt, war eine Sensation.
Das weiche Material war Eiweiß, so wie es auch in unseren Knochen vorkommt. Die Forscher untersuchten es ganz genau. Ihr Ergebnis: Das Dino-Eiweiß ähnelt dem von Hühnern und Fröschen heute. Auch Molche, die jetzt im Frühling wieder in manchen Teichen zu sehen sind, haben ähnliche Knochen. Unvorstellbar bei dem Größenunterschied – T. rex war so groß wie eine Giraffe und wog mehr als ein Elefant.
Doch die Forscherin Mary Schweitzer sagt: „Die Ähnlichkeit mit Hühnern hatten wir erwartet.“ Schließlich sind die Urzeit-Echsen verwandt mit unseren Vögeln heute. Welche Tiere außerdem aus der Dino-Familie entstanden, wollen die Wissenschaftler nun herausfinden.
Die Arbeit stammt von Forschern aus den USA und Israel. Sie berichten darüber im Fachmagazin „Science“.
dpa/cl




