44 Prozent der Deutschen treiben einer Umfrage zufolge selten oder nie Sport, und viele von ihnen macht der Bewegungsmangel offenbar regelrecht krank. Während etwa jeder zweite „Antisportler“ unter Rückenschmerzen leide, seien nur halb so viele Aktive betroffen, erklärte die Techniker Krankenkasse (TK) bei der Vorstellung der repräsentativen Studie „Bewegung und Gesundheit“. Auch das Risiko für einen Herzinfarkt, Diabetes oder Depressionen sei für Inaktive deutlich höher.
Jedoch könne auch das Wissen um die positiven Effekte des Sporttreibens nur die Wenigsten vom heimischen Sofa locken, auf dem zwei von drei Deutschen demnach am liebsten ihren Feierabend verbringen. Nach Verpflichtungen in Beruf und Familie wurde laut TK am häufigsten die fehlende Motivation genannt: Jeder dritte Befragte gab an, sich schlicht nicht zum Sport aufraffen zu können.
Die Hälfte der Sportverweigerer vermeidet es demnach auch im Alltag, sich zu bewegen, und nimmt lieber den Fahrstuhl als die Treppe. Genau dort könnten Bewegungsmuffel ansetzen, erklärte Sportmediziner Martin Halle: Statt des Lifts die Treppe zu nehmen oder eine Bushaltestelle früher aus dem Bus zu steigen und den Rest zu Fuß zu gehen, sei „ein guter Anfang. Das kann jeder schaffen“.
Für die Studie befragte das Forsa-Institut 1000 deutschsprachige Personen ab 14 Jahren.
AFP/cl





