Es muss schon ein bedeutsames Ereignis sein, damit die Suchmaschine Google ihr Logo auf der Hauptseite ändert. Weihnachten und Ostern wird traditionell das Google-Logo durch ein sogenanntes "Doodle" ersetzt. Auch Fußballweltmeisterschaften oder der 20. Jahrestag des Mauerfalls waren als Anlass groß genug. Heute, am 1. Juni, beginnt die Google-Startseite mit einem bunten Kinderbild, in dem (Suchbild!) der Name "Google" versteckt war.
Spätestens jetzt also dürfte der Weltkindertag, der in der DDR alljährlich groß gefeiert wurde, aus seinem Schattendasein herausgetreten sein.
Der Kindertag geht zurück auf die "Weltkonferenz für das Wohlergehen der Kinder", die im August 1925 stattfand. Vertreter aus 54 Staaten unterzeichneten damals die "Genfer Erklärung zum Schutze der Kinder". Im Anschluss an die Konferenz führten viele Regierungen einen Kindertag ein. 1954 nahm sich die Kinderschutzorganisation Unicef des Kindertages an. Seither richteten viele Staaten Kindertage aus - allerdings zu unterschiedlichen Terminen. Damit soll ein weltweites Zeichen für Kinderrechte gesetzt werden.
Auch im geteilten Deutschland gab es unterschiedliche Kindertags-Termine: In der DDR galt seit je der 1. Juni, in der Bundesrepublik der 20. September. Seit der Deutschen Wiedervereinigung werden beide Tage festlich begangen. Die Hauptfeierlichkeiten fanden bisher jedoch am 20. September statt. Die größten Feste zum Weltkindertag mit mehr als 120.000 Besuchern finden in Berlin und Köln statt.
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