Geografie

Wie sich Afrika in den letzten Jahrzehnten verändert hat

Ein neues Programm der UN dokumentiert, wie sich Afrika in den letzten 35 Jahren verändert hat. Danach werden die Gletscher am Kilimandscharo, dem höchsten Berg Afrikas, bis 2020 weggeschmolzen sein. Ursachen sind Erderwärmung, verstärkte Waldrodung und das starke Wachstum der Millionenstädte.

Die Gletscher am Kilimandscharo, dem höchsten Berg Afrikas, verschwinden angesichts der Erderwärmung allmählich – ebenso wie der Tschadsee. Diese und andere fundamentale Veränderungen der Umwelt in Afrika dokumentiert ein Atlas, den das UN-Entwicklungsprogramm (Unep) in Johannesburg vorstellte. Auf mehr als 300 Fotos ist darin zu sehen, wie sich Landschaften auf dem afrikanischen Kontinent in den letzten 35 Jahren verändert haben. Dabei geht es auch um die Waldrodung auf Madagaskar und das enorme Wachstum der Millionenstädte.

Unep-Chef Achim Steiner hob bei der Vorstellung der Dokumentation hervor, die Weltgemeinschaft müsse nicht nur dringend Abkommen zum Klimaschutz schließen, sondern auch für einen schnellen Mittelfluss zur Umsetzung von Klimaschutzvorhaben sorgen. Die Gletscher am Kilimandscharo dürften bis zum Jahr 2020 weggeschmolzen sein, auch der Gletscher am Rwenzori-Berg in Uganda verlor zwischen 1987 und 2003 die Hälfte seines Umfangs. Im Westen Sudans leidet in den Dschebel-Marra-Bergen die Vegetation durch Bevölkerungsbewegungen.

Laut Unep-Atlas ist in mehr als 30 afrikanischen Ländern ein Verlust des Artenreichtums und eine allmähliche Entwaldung zu beobachten. Zudem nehmen demnach die Waldflächen des Kontinents jährlich insgesamt um vier Millionen Hektar ab.