Der längste Fluss Italiens, der Po, wird in den kommenden Jahren durch die Dürre möglicherweise rund hundert Kilometer kürzer. Umweltschutz-Experten gehen davon aus, dass der heute 652 Kilometer lange Po im Norden des Landes in wenigen Jahren aufgrund von Austrocknung und Versalzung nur noch 552 Kilometer messen wird, wie die italienische Tageszeitung „La Repubblica“berichtete. Das Po-Delta an der Adria werde zu einer großflächigen Lagune und das versalzene Wasser für Industrie und Landwirtschaft unbrauchbar.
Die Hauptgründe für das Phänomen bestehen den Angaben zufolge in abnehmenden Regenfällen in Italien, der Absenkung der trockenen Böden und dem Anstieg des Meerespiegels. In den vergangenen 30 Jahren sei der mittlere Durchfluss des Pos um ein Viertel zurückgegangen, was vor allem an der steigenden Wasserentnahme durch den Menschen gelegen habe. Das Einzugsgebiet des Pos erstreckt sich über ein Viertel der Fläche Italiens. Hier werden 35 Prozent der landwirtschaftlichen Produktion Italiens und 40 Prozent des Bruttoinlandsprodukts erwirtschaftet.
Um der Austrocknung entgegen zu wirken, empfehlen die Experten bessere Bewässerungstechniken und weniger Anbau von Pflanzen mit einem hohen Wasserbedarf wie Reis, Mais und Kiwis. Zudem dringen sie auf Wassereinsparungen, vor allem im Sommer.





